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Ausbildungskonzept Grund- und Schwerpunktausbildung im Sonderfach

Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (PRÄC) in der Fächergruppe Chirurgie

Allgemeines

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sind in entsprechenden Rechtsvorschriften wie z.B. dem Ärztegesetz 1998 festgelegt.

 
Fachdefinition

Das Sonderfach Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie umfasst die Prävention, die Diagnostik, die operative und nichtoperative Behandlung, die Nachsorge und die fachspezifische Rehabilitation von angeborenen oder erworbenen, akuten und chronischen Gewebe- und Funktionsdefekten am ganzen Körper in allen Altersgruppen und Geschlechtern. Dies betrifft Situationen insbesondere bei Fehlbildungen, nach Unfällen, Tumoroperationen und Brandverletzungen, nach Infektion, Degeneration und Alterung, bei angeborenen oder erworbenen Formanomalien und Formveränderungen am ganzen Körper sowie bei ästhetischen Problemstellungen. Diese Aufgaben erfolgen mittels konservativen und operativen Verfahren, insbesondere Methoden des Gewebetransfers und der Gewebetransplantation sowie alloplastischen und prothetischen Methoden zur funktionellen und ästhetischen Wiederherstellung oder Verbesserung.

 
UEMS Definition

The movement of tissue from one part of the body to any other in order to create what was missing at birth (plastic surgery, including craniofacial and gender surgery), to recreate what was lost, damaged or distroyed by trauma (including burns), tumour, infection or degeneration (reconstructive surgery, with or without microsurgical techniques), to ameliorate the outer aspect of the body (aesthetic surgery, including postbariatric surgery). Hand Surgery as an organ specialty is also part of the specialty.

 
Ausbildungsstruktur

Das Sonderfach „Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie“ ist Teil der chirurgischen Fächergruppe und hat fachspezifische Besonderheiten in der Ausbildungsstruktur. Die Sonderfach Grundausbildung (SF-GA) ist zweigeteilt (SF-GA Teil 1–15 Monate, SF-GA Teil 2–21 Monate). Die gemeinsame Ausbildungsstrecke innerhalb der Sonderfachgrundausbildung kann im Ausmaß von 15 Monaten im Rahmen der chirurgischen Fächergruppe oder fachspezifisch absolviert werden. Die Sonderfachschwerpunktausbildung im Ausmaß von 27 Monaten ist modular organisiert und erlaubt die Wahl und Vertiefung in fachspezifischen Schwerpunkten.

 
Ausbildung zum Facharzt
 
 

Relevante Gesetzesquellen

  • Ärztegesetz 1998: §8 Ausbildung zum Facharzt, § 10 Ausbildungsstätten für die Ausbildung zum Facharzt (ÄrzteG 1998)

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011138

  • Ärzteausbildungsordnung ÄAO 2015: Erfordernisse für die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt (fachärztliche Ausbildung), Sonderfächer und Definition der Aufgabengebiete, 4. Abschnitt, § 15 (5.6)

http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009186

  • KEFRZV 2015 (Kompetenzen/Erfahrungen/Fertigkeiten – Rasterzeugnisverordnung) – Ausbildungsinhalte, Anlage 6.6

http://www.aerztekammer.at/fachaerzte2015#Anl6

 

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